Kartäuser Katze, eine beliebte Katzenrasse

Kartäuser Katze, eine beliebte Katzenrasse

Als Kartäuserkatze oder damals auch Karthäuser-Katze wurden etwa seit dem 18. Jahrhundert grau-blaue Langhaarkatzen bezeichnet, die wie die Malteserkatze den historischen langhaarigen Angorakatzen, nach BREHM Felis maniculata angorensis zugeordnet wurden, da sie eine Besonderheit unter den gewöhnlichen Katzen darstellten. Johann Matthäus Bechstein bezeichnet diese blaue langhaarige Katze als Felis catus, var. domesticus coeruleus und nimmt 1832 an, dass sie aus der Türkei stamme.

Herkunft der Bezeichnung

Da sich der Begriff Kartäuser von Karthaus oder Kartause, franz. Chartreuse, lat. cartusia ableitet, vorher wohl charta ousia, also Chart(ao)usia, was so viel wie Geschäftsurkunde zur Begründung eines Rechtsgeschäftes zur Selbstbesinnung in einer Einsiedelei bedeutet, liegt die Vermutung nahe, der gleichnamige römisch-katholische Orden könnte Namensgeber gewesen sein.[7] Da diese Katzen aber sehr selten waren und zudem eine außergewöhnliche Farbe hatten, ist eher anzunehmen, dass der allgemeine Sprachgebrauch diesen Begriff wegen des vereinzelten Vorkommens sowie der Ähnlichkeit mit den aus blau-grauem Stoff bekleideten Mönchen wählte. Italien war in dem Zeitraum zudem politisch zerrissen und von Spanien und Frankreich umkämpft. Ebenso liegt es wie die Herkunft des Namens der Malteserkatze sehr nahe, dass die Bezeichnung mit der blaugrauen Kalkstein-Farbe des gleichnamigen Chartreuse-Gebirges zusammenhängt. Die Bezeichnung für das bereits im 11. Jh. errichtete Mutterkloster Grande Chartreuse des Kartäuser-Ordens war höchstwahrscheinlich Namensgeber für dieses voralpine Gebirgsmassiv und nicht umgekehrt.[8] 1860 heißt es noch im Neuen Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie: „... zwischen dem Gebirge der Grande Chartreuse und der Rhone

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