Savannah Katze, eine beliebte Katzenrasse

Savannah Katze, eine beliebte Katzenrasse

Die Savannah-Katze ist eine junge exotische Hauskatzenrasse, die aus der Kreuzung eines Servals mit einer Hauskatze entstand, weshalb die Savannah-Katze auch viele Merkmale des Servals besitzt. Die Savannah-Katze gehört zu den Hybrid-Rassen. Sie ist eine von der TICA anerkannte Rasse und gilt als eine der teuersten Hauskatzenrassen der Welt. Sie kostet (je nach Generation und Wildblutanteil) zwischen 1.000 und 15.000 Euro und kann bei einer Schulterhöhe von 45 cm bis zu 1,2 m lang werden.

Geschichte:

1986 entstand unvorhergesehen die erste F1-Hybridkatze aus der Verpaarung eines Servalkaters mit einer „Seal Point“-Siamkatze. Eigentlich hatte Judee Frank den Servalkater von Suzi Mustascio ausgeliehen, um eine Servalkatze zu decken. Während der Kater zusammen mit einer Siamkatze untergebracht war, wurde die Siamkatze gedeckt. Nach Abmachung zur Ausleihe ging das einzige Tier des Wurfes, ein Weibchen, an Suzi Mustascio, die 1989 die ersten F2-Hybriden züchtete (ein Kater, eine Katze) und Publikationen forcierte. Es kursieren allerdings verschiedene Geschichten zu den ersten F1-Hybriden, weil inzwischen Katzen verschiedener Rassen mit Servalkatern zur Erlangung von F1-Hybriden verpaart wurden. Die Rasse wurde nach dem ursprünglichen Lebensraum des Servals „Savannah“ genannt.[1] Für die Kreuzung wurden verschiedene Rassen benutzt: Bengalen, Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar, Serengetis, Hauskatzen und Maine Coon. Zugelassen sind heute von der TICA nur noch die Rassen Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und Domestic Shorthair. Um möglichst typvolle Jungtiere zu erhalten, werden Savannah-Weibchen mit Savannah-Männchen verpaart. Dadurch steigt auch der Wildblutanteil.

Aussehen:

Die Savannah ist eine große, schlanke Katze mit langen Beinen, langem Hals und schmalem, kleinem Kopf und großen Ohren. Das Fell weist, wie beim Serval, eine Tupfenzeichnung auf. Im Allgemeinen ist die Färbung der Savannah ein goldener bis beigefarbener Grundton mit heller Unterseite. Es kommen auch andere Färbungen in Abhängigkeit der eingekreuzten Rassen vor. Wegen der Sterilität der Männchen in den ersten vier Generationen mussten Hauskatzen eingekreuzt werden. Inzwischen stehen aber genügend fruchtbare Savannah-Männchen für die Zucht zur Verfügung, sodass Savannah-mit-Savannah-Verpaarungen heute der Standard sind. Ziel der Zucht ist es, die Savannah wie das kleinere Abbild eines Servals erscheinen zu lassen. Obwohl kleiner als ein Serval, ist sie in der ersten Generation mit einem Gewicht von bis zu 15 kg und einer Schulterhöhe von bis zu 45 cm eine der größten Hauskatzenrassen. Die Größe nimmt mit den nachfolgenden Generationen ab, Fellzeichnung, hochbeinige Erscheinung und das Bewegungsmuster des Servals bleiben aber erkennbar.

Haltung:

Je nach Filialgeneration werden unterschiedliche Ansprüche an die Haltung gestellt. Eine F1 oder F2 benötigt ein Freigehege zum großzügig bemessenen Wohnraum. Für die Savannah-Katzen der Generation F1–F4 besteht in allen Bundesländern Deutschlands eine Meldepflicht. Für die Generation F1 gelten die gleichen Haltevoraussetzungen wie für einen Serval. Dabei können die Anforderungen und Genehmigungen je nach Bundesland verschieden ausfallen. Um eine Haltegenehmigung zu erhalten, muss eine artgerechte Haltungsbedingung vor dem Kauf nachgewiesen werden. Dies bedeutet, dass ein Außengehege und ein Innengehege vorhanden sein muss. In Deutschland gilt es als verpflichtend, dass das Außengehege eine Größe von mindestens 15 m² aufweisen muss. Der Freigang ist für Savannah-Katzen gesetzlich untersagt, um heimische Wildtierarten nicht zu gefährden. Des Weiteren sind Savannahs für den unkontrollierten Freilauf ungeeignet, da sie einen starken Jagdtrieb haben.
Die Savannah der Generation F1 sind sehr ursprünglich im Verhalten, brauchen viel Bewegung, haben einen starken Jagdtrieb und sind wesentlich größer als ihre Verwandten in der F5-Generation. Diese haben kaum noch Wildblutanteil und ihre Haltung gleicht der einer normalen aktiven Katze. Eine Savannah zählt erst ab der F5-Generation nicht mehr als Hybrid.
In der Ernährung sind insbesondere die ersten Generationen recht anspruchsvoll. Sie sollten vorwiegend mit Rohfutter und Frischbeute ernährt werden.

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